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»Der, von dem hier die Rede sein wird, trägt meinen Namen. Ich schreibe über ihn. Berichte oder erzähle von ihm, seinen Eltern, seiner Familie. Ich schreibe auf, was Erinnerung freigibt. Was haftengeblieben ist, … Anderes fällt unter den Tisch …«
Manfred Franke, der sich als Journalist und Autor u.a. in Stuttgart und Köln einen Namen gemacht hat, hat nun einen autobiographischen Roman vorgelegt. Er schildert Episoden, Erfahrungen, Erlebnisse seines Lebens – häufig solche, die charakteristisch sind für die Epoche, in welcher das autobiographische Ich herangewachsen ist. Dabei nehmen zeitgeschichtliche Einflüsse entsprechenden Raum ein neben sehr persönlichen und familiären Besonderheiten, auch Erfahrungen in der HJ, mit NSDAPMitgliedern, mit antisemitischen Anwandlungen in der Familie, auf dem Schwarzmarkt und mit Lehrern sowohl in der Volksschule als auch im Gymnasium und während des Studiums.
Die Schulzeit von 1936 bis 1951 in einer rheinischen Kleinstadt, das Studium in Marburg und Frankfurt/M; die zweimal abrupt abgebrochenen Versuche, sich einer studentischen Verbindung anzuschließen; die Fehlschläge bei der Suche nach einer Tätigkeit beim Theater; schließlich das Reüssieren in zwei Rundfunkanstalten (SDR Stuttgart, DLF Köln) werden ebenso beschrieben oder erzählt wie die alles entscheidende Begegnung mit einer jungen Frau. Das Manuskript endet vor der Eheschließung. Mit dem im Titel vorgegebenen »Unterwegs« ist der Zielpunkt erreicht: Hinter der Herkunftsfamilie mit ihren vor allem komischen Begleiterscheinungen, die auch als solche dargestellt werden, zieht der Verfasser mit dem letzten Satz »Leise … die Tür zu.«
Anschaulich schildert der Text v.a. das, was in den dreißiger und vierziger Jahren zum Alltag gehörte. Zu einem Alltag freilich, von dem sich der Erzähler, während er ihn zu bestehen hatte, zu entfernen begann. »Unterwegs zum neuen Lebenslauf. Eine Wiederholung « vergegenwärtigt familiäre und persönliche Momente aus einer Zeit, die so vergangen, wie oft behauptet, kaum ist.
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