Lesung mit Manfred Franke aus "Unterwegs..."  

Lesung mit Manfred Franke aus "Unterwegs..."

Episoden vom Heranwachsen in NS-Zeit, Krieg und Nachkriegszeit
Manfred Franke liest aus seinem autobiographischen Roman "Unterwegs zum neuen Lebenslauf. Eine Wiederholung" - am 8.2.2012 um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Hilden




Geschichte in Köln 2011 - soeben erschienen  

Geschichte in Köln 2011 - soeben erschienen

Auch im Jahr 3 seit dem Einsturz des Stadtarchivs macht die "GiK" mit einem, leider immer noch passenden, "Katastrophenbild" auf: diesmal ist es das Innere der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche St. Mariä Himmelfahrt:
(Abb.: rba)




Zur Geschichte eines Mythos  

Zur Geschichte eines Mythos

Keine andere Gestalt der italienischen Geschichte ist so oft und in so unterschiedlichen Medien dargestellt worden wie Giuseppe Garibaldi. Jessica Kraatz Magri analysiert die intensive und langlebige Symbolproduktion um Garibaldi erstmals systematisch über die Epochengrenzen hinweg.





Lesung mit Manfred Franke aus "Unterwegs..."

"Wir dürfen uns nicht mit dem zufrieden geben, was uns die Väter erzählen. Was auch immer sie sagen, wir müssen skeptisch sein. …[Wir] müssen alles aus ihnen herausfragen, was sie wissen und gerade das, was sie verschweigen wollen."

Mit dieser Haltung betrachtet Manfred Franke in seinem gerade erschienenen autobiographischen Roman "Unterwegs zum neuen Lebenslauf. Eine Wiederholung" nicht nur das Leben seines Vaters, die Geschichte seiner Familie und seiner Zeit, sondern in gewisser Weise auch sein eigenes Leben. – Aufgewachsen in der schwierigen Epoche des Nationalsozialismus und 2. Weltkriegs (im rheinischen Hilden), erwachsen geworden in der Nachkriegszeit (Studium in Marburg), hat in seinen Erinnerungen - auch wenn nur episodenhaft erzählt wird und "manches unter den Tisch fällt" – doch auch das Unausgesprochene eine Bedeutung und es treiben ihn die dunklen Stellen in der Familiengeschichte, die Unklarheiten, die Ambivalenzen. Franke, der sich als Autor und Journalist (u.a. beim SDR und DLF) einen Namen gemacht hat, kreist hier um die Fragen von Herkunft und Erwachsenwerden, das Buch endet mit den ersten beruflichen Schritten und kurz vor der Eheschließung. – Mit dem Titelstichwort "Unterwegs" ist der Zielpunkt dieser Erinnerungen erreicht.

Manfred Franke, Unterwegs zum neuen Lebenslauf. Eine Wiederholung
2011, 280 Seiten m. 17 Abbildungen, Broschur, EUR 17,80 ISBN 978-3-89498-264-5
erschienen im November 2011

Lesung in der Stadtbibliothek Hilden, Nove-Mesto-Platz 3, Hilden: am Mi. 8. Februar 2012 19.30 Uhr, Eintritt 8 EUR
www.stadtbuecherei-hilden.de 



 




Geschichte in Köln 2011 - soeben erschienen

Womit sich zwei Beiträge des Bandes verknüpfen lassen, die sich mit St. Mariä Himmelfahrt (wenn auch in französischer Zeit) sowie den im Krieg zerstörten Kölner (wenn auch romanischen) Kirchen befassen.

Aus dem Inhalt:
Thomas Ertl, Kölner Borten als Exportware. Eine Spurensuche im spätmittelalterlichen Italien; Susanne Ruf, Vergangenheits- und zukunftsgerichtete Überlieferungsbildung in Wort und Bild vom Spätmittelalter bis zur Neuzeit. Das Beispiel Johann Hardenrath; Joachim Deeters, Die Geschichte von St. Maria Himmelfahrt 1773 bis 1814; Marcel Albert, »Rechtschaffen feyren«. Eine barocke Dreikönigspredigt aus Köln; Walter Buschmann, Die Rheinische Gummiwarenfabrik Franz Clouth in Köln; Helge Jonas Pösche, Josef Grohé – Ein Gauleiter als »Held« der Familie; Johann Paul, Die Lage von Evakuierten, Flüchtlingen und Vertriebenen im Siegkreis der frühen Nachkriegszeit; Johanna A Blokker, New Contribution to the Scholarship on Cologne’s Romanesque Churches after World War II.; Christoph Brüll, Belgische Besatzungspolitik in Köln, Bonn-Affäre 1949 . 

Geschichte in Köln 58 (2011). Zeitschift für Stadt-und Regionalgeschichte, hg. v. Thomas Deres/Martin Kröger/Georg Mölich u.a., 308 Seiten, Broschur, EUR 22,00
ISBN 978-3-89498-265-2
soeben erschienen Dez. 2011


Zur Geschichte eines Mythos

Frappierend ist vor allem, welcher vielseitige politische Gebrauch von der Symbolfigur Garibaldi insbesondere nach seinem Tod am 2. Juni 1882 bis weit ins 20. Jahrhundert gemacht wurde. Wie und warum haben sich Republikaner, Radikale, Linksliberale und Monarchisten, Sozialisten, Faschisten und Kommunisten immer wieder auf den „Helden zweier Welten“ bezogen? Mit Hilfe des Konzeptes des „politischen Mythos“ rekonstruiert und analysiert Jessica Kraatz Magri die intensive und langlebige Symbolproduktion um (die Figur) Garibaldi erstmals systematisch über die Epochengrenzen hinweg. Dabei zeigt die Autorin, dass der Garibaldi-Mythos je nach historischer Situation legitimierende, delegitimierende oder gar revolutionäre Funktion entfalten konnte. Die immer wiederkehrende Aktualität Garibaldis beruhte darauf, dass sich im Mythos des Volkshelden die für das 19. und frühe 20. Jahrhundert so wesentliche Frage nach der Organisation politischer Partizipation, d.h. das umkämpfte Verhältnis von Masse und Macht, narrativ, symbolisch und rituell verhandeln ließ.

Jessica Kraatz Magri: Der umkämpfte Volksheld. Zur Geschichte des Garibaldi-Mythos in Italien (1882-1948) (Italien in der Moderne, Bd. 18) 420 Seiten, m. 32, teils farbigen Abb., gebunden, EUR 39,80
ISBN 978-3-89498-201-0
soeben erschienen Dez. 2011