Studien zum Werden einer modernen Großstadt  

Studien zum Werden einer modernen Großstadt

"Köln im Kaiserreich" - unter diesem Titel fand seinerzeit ein gut besuchtes, aufschlussreiches Kolloquium zu Ehren der Verabschiedung des langjährigen Leiters des Historischen Archivs der Stadt Köln, Dr. Everhard Kleinertz, statt. Endlich liegen nun die Beiträge in gedruckter Form vor - und machen überdeutlich, welche Wichtigkeit die Quellenforschung im Stadtarchiv, das vor über einem Jahr im U-Bahnschacht versank, hatte. 


Die "deutsche Minerva" in Italien  

Die "deutsche Minerva" in Italien

Jahrzehntelang setzten sich Öffentlichkeit und akademische Welt in Italien mit der zum Vorbild stilisierten „deutschen Wissenschaft“ auseinander. Franceso Marins Studie, die in wenigen Tagen erscheint, thematisiert Wissenstransfer und Paradigmenbildung und die schwierige Suche nach einer scienza nazionale im neu gegründeten italienischen Nationalstaat.




Don Quijotes jüngster Ritt  

Don Quijotes jüngster Ritt

„Als wäre er gerade erst aufgebrochen“: Don Quijote von der Mancha ist auf neuer Ritterfahrt durch die deutsche Sprache, und unsere Literaturzeitschrift Sprache im technischen Zeitalter begleitet ihn – und befasst sich mit weiteren Neuübersetzungen von Klassikern.





Studien zum Werden einer modernen Großstadt

So wertet z.B. Gabriele Oepen-Domschky erstmals das bislang unveröffentlichte Manuskript von Heinrich Reuter zu "Köln im Ersten Weltkrieg", eine einzigartige, zentrale Quelle für diesen Zeitabschnitt, umfassender aus. Über deren Verbleib seit dem Einsturz des Archiv gibt es leider bisher keine genauen Erkenntnisse. Aber auch viele weitere Beiträge stützen sich entscheidend auf Quellen aus dem Stadtarchiv, so die Beiträge von Hildegard Brog und Thomas Mergel zur Bedeutung der Stadtmauer und den Diskussionen um die Stadterweiterung und die "Entfestigung Kölns". 

Weitere Beiträge u.a.: Ernst Heinen: Die Segregation des katholischen Bürgertums: Von der »Colonia« zur »Bürgergesellschaft«; Ulrich S. Soénius Kommerz, Kommune, Kirche – Unternehmer im Kölner Stadtrat während des Kaiserreichs; Thomas Deres Das Beigeordnetenkollegium in Köln bis zur Jahrhundertwende; Sybille Fraquelli Am Rhein und an der Spree: Die politische Dimension der Neugotik; Klara van Eyll Das Kölner Hotel Disch im Kaiserreich

Köln im Kaiserreich. Studien zum Werden einer modernen Großstadt, hg. von Thomas Deres, Joachim Oepen und Stefan Wunsch (Geschichte in Köln - Beiheft 2), 2010, 158 Seiten m. 24 Abbildungen, Broschur, EUR 19,80, soeben erschienen
ISBN 978-3-89498-163-1

 



Die "deutsche Minerva" in Italien

Deutsche Universitätsstrukturen und wissenschaftliche Praktiken, Hochschulpolitik und innerfachliche Methodendiskurse wurden in Italien Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts bewundert und eingehend untersucht. Die Studie von Francesco Marin geht Fragen der Rezeption und des Wissenstransfers nach, indem sie Ziele und Motive der vielseitigen Bezugnahme auf das deutsche Modell erforscht und institutionsgeschichtliche und prosopographische Aspekte miteinander verbindet. Am Beispiel der vielen in Deutschland ausgebildeten italienischen Akademiker in den Rechts- und Geisteswissenschaften, deren wissenschaftliche Laufbahn umfassend rekonstruiert wird, zeigt sich die Komplexität der Suche nach einem nationalen Weg zur Wissenschaft.

Francesco Marin: Die „deutsche Minerva“ in Italien. Die Rezeption eines Universitäts- und Wissenschaftsmodells 1861–1923 (Italien in der Moderne, Bd. 17), 2010, 408 Seiten, gebunden, EUR 39,80, erschienen: Juli 2010
ISBN 978-3-89498-200-3



Don Quijotes jüngster Ritt

 

Neuübersetzungen von Klassikern haben Konjunktur. Dieses Heft versammelt Essays und Werkstattberichte mit Beispielen von Cervantes über Dostojewski bis Emily Dickinson. Beiträge von Werner von Koppenfels, Marie Luise Knott, Gunhild Kübler, Susanne Lange, Andrea Ott und Rosemarie Tietze. Dazu: Hans Pleschinski über die ewig junge Frage nach der lebenswertesten Stadt in Deutschland. Laudationes von Ulf Stolterfoht Rede auf Oswald Egger sowie von Jörg Magenau auf László Krasznahorkai und seine Übersetzerin Heike Flemming. Der Berliner Literaturwissenschaftler Roland Berbig schreibt über den Tagebuchverfasser Walter Kempowski. In „Auf Tritt Die Poesie“ stellt Michael Braun den Lyriker Ulrich Koch vor, und „Zu Gast in Berlin“ ist Sema Kaygusuz.

 

Sprache im technischen Zeitalter Heft 195. September 2010, 120 S., br. EUR 14,–